Projekt: Zahnunfall & Zahnrettung

 

 

 

 

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Projektbeschreibung

Unfall bedingte Verletzungen der Zähne sind ein häufiges Ereignis. Von abgeschlagenen Zahnecken über locker bis vollständig ausgeschlagene Zähne reichen die Beobachtungen. Vor allem sind obere Schneidezähne betroffen. Die Folgen können die Gesichtsästhetik erheblich beeinträchtigen und dadurch sogar zu psychischen Erkrankungen führen. Die Behandlung der Verletzungsfolgen kann extrem aufwändig, sehr belastend und teuer sein. Meist sind die Milchzähne von Kleinkindern und die bleibenden Zähne von Kindern und Jugendlichen betroffen, die ihrem natürlichen Bewegungsdrang folgend vor allem in Stürze verwickelt sind. Die Unfälle ereignen sich vornehmlich im häuslichen Umfeld, im Schwimmbad, in der Schule und beim Sport. Unfall bedingter Zahnverlust bedeutet für diese Altersgruppe ausgerechnet in der Pubertät jahrelang zu tragende, oft unbefriedigend aussehende und nur eingeschränkt funktionierende Hilfskonstruktionen, da erst nach Abschluss des Wachstums definitiver Zahnersatz (z.B. Implantate) möglich ist.

Ausgeschlagene Zähne können grundsätzlich mit besten Aussichten auf Einheilung und Dauererhalt wieder in den Kiefer zurückgepflanzt (replantiert) werden. Voraussetzung ist, dass die empfindliche Wurzelhaut keinen Schaden nimmt. Ein solcher Schaden tritt bei falscher Lagerung innerhalb von Minuten ein. Bis der Patient beim Zahnarzt ist, ist so viel Gewebe zerstört worden, dass an ein richtiges Einheilen nicht mehr zu denken ist. Nur das sofortige Retten ausgeschlagener Zähne in speziellen Lagerungsmedien ermöglicht der Wurzelhaut das Überleben über ausreichend lange Zeiträume. Leider ist in der Bevölkerung die Möglichkeit einer erfolgreichen Zahnrettung nur unzureichend bekannt.

 

Projektumsetzung

Die Lösung in diesem Projekt liegt zum Einen in einer schnellen, aber nachhaltig ausgelegten Information der Bevölkerung sowie allen Organisationen die mit dem Thema Zahnunfall in Verbindung stehen. Zum Anderen in der kurzfristigen Einführung der Zahnerhaltungsbox an wichtigen, öffentlichen Stellen verbunden mit der Empfehlung an Eltern, eine entsprechende Vorsorge im häuslichen Bereich zu treffen. In den ersten Wochen wurden eine Vielzahl von Studien zum Thema Zahnunfall analysiert und die Experten zum Thema Zahntrauma kontaktiert. Es erfolgten im nächsten Schritt eingehende Recherchen zur bisherigen Verteilung der Zahnrettungsbox sowie Art und Umfang der Pressemitteilungen zu diesem Thema. In Gesprächen mit einzelnen Unfall- und Krankenkassen sowie zahnmedizinischen Organisationen wurden die ersten Kosteneinschätzungen nach Zahnunfällen und die erhebliche Reduzierung bei einer erfolgreicher Reimplantierung ermittelt. Aufgrund einer Vielzahl von Empfehlungen folgte die Entscheidung im ersten Schritt alle Schulen und Bäderbetriebe mit einer Zahnrettungsbox auzustatten und die dauerhafte Finanzierung für diese sinnvolle Investition auf eine solide Grundlage zu stellen.

 

Fachliche Unterstützung durch

Priv.-Doz. Dr. Yango Pohl (Zahntrauma & Zahnschutz)
Poliklinik für chirurgische Zahn, Mund- und Kieferheilkunde
Universität Bonn
Welschnonnenstr.17
53111 Bonn / Deutschland

Prof. Dr. Andreas Filippi (Zahntrauma & Zahnschutz)
Universitätskliniken für Zahnmedizin
Universität Basel
Hebelstr.3
4056 Basel / Schweiz

Andreas Huber (SOS Zahnbox - Rettungsbox bei Zahnunfällen)
Hager & Werken GmbH & Co.KG
Ackerstr.1
47269 Duisburg / Deutschland

 

Projektstand

  • Im Oktober 2007 erfolgt offizielle Befürwortung der Bundeszahnärztekammer
  • Hager & Werken bringt die SOS Zahnbox auf den Markt
  • Die DZW berichtet in der Ausgabe 45/08 erstmalig über die Kampagne Zähne & retten
  • Offizielle Pressekonferenz am 08.11.2008 in Frankfurt und Vorstellung des Gesamtkonzeptes
  • Dental-Barometer berichtet intensiv über die Kampagne, das Engagement in Hessen und die Planungen
  • Teilnahme Zahnexperten24 mit Hager & Werken und Dreve am 2. Europäischen Präventionstag in Bonn
  • Verteilung der SOS Zahnbox in alle hessischen Schulen erfolgt in der 51.KW durch die Unfallkasse Hessen
  • Frankfurter Rundschau und weitere Medien berichten über das Engagement der Unfallkasse Hessen
  • Fachbuch "Unfallverletzungen der Zähne" wird von Zahnexperten24 in die Kampagne integriert
  • Verteilung der SOS Zahnbox in Kölner und Bonner Schulen in der 2.KW 2009 gemeinsam mit AXA
  • Kooperation mit dem Bundesverband der Kinderzahnärzte
  • Zahnexperten24 am 22.04.2009 im zweiten Interview zur Kampagne Zähne retten & schützen
  • Alle hessischen Jugendfeuerwehren erhalten die SOS Zahnbox am 25.04.2009
  • Offizielle Einführung des Zahnrettungskonzeptes am 27.04.2009 in alle hessischen Schwimmbäder
  • Vorbereitungen für alle Schwimmbäder in Mecklenburg-Vorpommern sind angelaufen
  • ZWP berichtet in der Ausgabe 05.2009 über das Zahnrettungskonzept für Kinder und Jugendliche
  • Alle Schwimmbäder in Mecklenburg-Vorpommern erhalten am 17.06.2009 das SOS Zahnbox-Rettungspaket
  • Zahnexperten24 und LINDA-Apothekengruppe starten gemeinsame Aktion
  • Alle Schulen und Schwimmbäder in Bremen erhalten Ende September das SOS Zahnbox-Rettungspaket
  • Zahnexperten24 und Erhard Wunderlich stellen das Zahnrettungsmobil vor
  • Zahnexperten24 startet die bundesweite Zahnunfall-Notrufnummer 01805 - 012800

 

Website:

hp_zahnunfall24.gif www.zahnunfall24.de

 

Bilder

Bilder kommen in kürze.